Montag, 20. April 2015

Japanische Cheescake

Wir lieben Käsekuchen und ich habe schon einige davon gebacken - mit und ohne Boden, deutschen Käsekuchen und amerikanischen Cheescake. Aber dass es einen japanischen Cheecake geben sollte, habe ich lange nicht gewusst. Bis ich irgendwann darüber gelesen habe. Er soll so schön zart sein und auf der Zunge richtig schmelzen... Ich wurde  neugierig und habe angefangen im Internet zu recherchieren. Auf ein Mal sah es so aus, dass fast alle schon diesen Wunderkuchen probiert haben, nur ich nicht. Das musste ich aber ändern. Und jetzt am Wochenende haben wir ihn nun endlich probiert. Ich kann es bestätigen - er ist wirklich  sehr zart und zergeht buchstäblich auf der Zunge. Mit frischen Obst und/oder mit Konfitüre  ist er sehr lecker... 


Zutaten (für eine 26-ger Form)

300 g Philadelphia
60 g weiche Butter
200 g Milch
140 g Zucker
1 Pck. Zitroback (Abrieb einer Zitrone)
2 EL Zitronensaft
6 Eier
60 g Mehl
30 g Speisestärke
1/2 TL Backpulver
1 Prise Salz

Konfitüre und/oder frische Obst für Verzierung

Achtung! Alle Zutaten müssen Zimmertemperatur haben - deswegen rechtzeitig aus dem Kühlschrank rausholen.

Zubereitung:

1. Philadelphia, weiche Butter und Zitroback mit dem Handrührgerät in einer größeren Schüssel gut verrühren. Wen die Zutaten, wie beschrieben, Zimmertemperatur haben, geht es sehr leicht:

2. Nach und nach Milch hinzufügen, dabei immer weiter rühren, damit eine schöne glatte Masse entsteht. Zum Schluß noch den Zitronensaft untermischen:

3. Eier trennen. Eigelbe mit 40 g Zucker in eine andre Schüssel geben...
und 2-3 Minuten schlagen - bis sich der Zucker aufgelöst hat und die Masse sehr hell geworden ist:
4. Die Eigelbmasse zu der Käse-Milch-Masse hinzufügen, die beide sind von der Konsistenz identisch und das geht mit dem Schneebesen sehr leicht.
5. Mehl, Speisestärke, Backpulver und Salz kurz miteinander verrühren und darüber sieben, mit dem Schneebesen untermischen - es muss eine ganz glatte Masse entstehen, ohne Klümpchen:
6. Eiweiß aufschlagen. Den restlichen Zucker (100 g) nach und nach hinzufügen bis eine glänzende feste Masse entsteht und die Spitzen nicht mehr umkippen:
7. Eiweiß zu unserem Teig geben und vorsichtig unterheben, dabei sehr behutsam arbeiten, damit die Masse luftig bleibt. Am besten mit dem Teiglöffel von unten nach oben rühren.
 So sieht unser Teig - locker, luftig und ziemlich flüssig:
Der Boden und die Wände einer Backform gut mit Backpapier auslegen, Backpapier höher, als die Backform schneiden, es kann passieren, dass unser Teig sehr stark aufgeht. Zusätzlich die Form mit der Alufolie umwickeln. Wir werden unser Kuchen im Wasser backen und müssen dafür sorgen, dass das Wasser nicht rein läuft. Noch besser wäre eine Silikonbackform zu nehmen, dann muss man sie nicht in die Folie einwickeln:

Teig in die Form geben:

Backofen auf 150° (Ober/Unterhitze) vorheizen, in einen tieferen Backblech ca. 2 l von dem kochenden Wasser  gießen und die Form mit dem Teig rein stellen. Das Wasser muss ca. 2 cm hoch sein.
Jetzt stellen wir unser Blech in Backofen  - am besten auf die unterste Schiene.
Bei 150° 1 Stunde und 20 Min. backen, dann die Temperatur auf 120° runterdrehen und noch 20 Min. backen. Backoffen ausschalten, Unsere Backform aus dem Wasserbad nehmen, zurück in den ausgeschalteten Backofen stellen und dort mit der auf Spalt geöfneten Tür noch 1.2 Stunden erkalten lassen.
Kuchen vorsichtig aus der Form , nicht vergessen, dass er sehr zart ist:


Der Kuchen soll am besten noch eine Nacht im Kühlschrank verbringen um seine endgültige zarte Konsistenz zu bekommen.
Mann sieht, dass die Seiten nicht glatt sind, dass kommt davon, dass der Kuchen zuerst aufgeht und beim erkalten etwas zusammen fällt. Das ist aber normal so. Ich habe die Seiten noch mit dem Messer begradigt, Kuchen oben mit der Erdbeerkonfitüre bestrichen und mit Frischen Beeren serviert. Er war so, wie beschrieben - gaaaanz zart...

Kommentare:

  1. Leider leider hat er uns ueberhaupt nicht geschmeckt:-(

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    1. Schade... aber die Geschmäcke sind ja verschieden, kann natürlich passieren :-) Uns hat er hervorragen geschmeckt. Hier muss man aber keine Ursachenforschung betreiben, sondern beim nächsten mal etwas anderes probieren. Mir passiert auch, dass ich etwas koche (backe) und dann doch feststelle, dass es nicht meins ist :-)

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